Unter Kommunikations-Profis – Von Fake-News zum digitalen Wandel #KK17

Am 21. und 22. September waren wir auf dem Kommunikationskongress in der Hauptstadt und haben uns mit einer Menge Interessierten der etwa 1500 Experten aus Unternehmenskommunikation (UK), Journalismus, PR sowie Personal (HR) und dem Social Media Management-Bereich ausgetauscht. Eine besondere Herausforderung war es dabei, den technischen Fokus, den wir als Dienstleister der IT-Branche unweigerlich haben, inhaltlich auf die Zielgruppen der digitalen Kommunikation und Personalentwicklung auszurichten. Dass das Thema unserer Expert-Session: “Digitale Transformation bedeutet Veränderung”, die ich gemeinsam mit Carsten Schulz ausgestalten durfte, derzeit auf massives Interesse stößt, konnte man an der hohen Teilnehmerzahl von ca. 90 Leuten im Raum feststellen, die sich neben den Stühlen auch die freien Fensterbank- und Wandplätze teilten, um teilnehmen zu können. Wir waren jedenfalls begeistert vom großen Andrang und den tollen Gesprächen im Vor- und Nachhinein!

Expert-Session

In der Session selbst versuchten wir deutlich zu machen, dass der digitale Change einerseits ein Rollenwandel ist, bei dem die internen Stakeholder aus den Bereichen UK und HR gemeinsam mit der IT viel enger an die Business-Bereiche heranrücken müssen, um den disruptiven Umbruch zu meistern. Andererseits beschrieben wir auch die zunehmende Verschmelzung der Arbeits- und Lernwelt in Unternehmen, der mit dem Konzept des Workplace Learning zukünftig effizient begegnet werden kann.

Unseren Foliensatz kann man sich (neben der Bereitstellung auf der Website des Veranstalters) hier gerne anschauen und herunterladen:

Download (PDF, 23.79MB)

Sehr gut wurde auch unser interaktives Umfrage-Experiment während der Session mit Hilfe des empfehlenswerten Online-Tools sli.do angenommen! Hierüber konnten wir live spannende Auswertungsergebnisse unserer Online-Umfrage ermitteln, deren Entstehung alle Beteiligten gleich in Echtzeit mitverfolgen konnten. So stellten wir die folgenden drei Fragen, bei denen jeweils die Teilnehmer/-innen mit ihren Smartphones direkt abstimmten und die ein Wandlungs-Bedürfnis der Branche klar bestätigen:

  1. Was bedeutet die digitale Transformation aus Ihrer Sicht für Ihr Unternehmen in der Zukunft?
    (Stichprobe n = 80)

    Auswertung-Frage1_KK17
    Ergebnis der 1. Frage mit eindeutigen 86% für die dritte Antwortmöglichkeit
  2. Was sind die zentralen Herausforderungen im Zuge der digitalen Transformation Ihres Unternehmens?
    (Stichprobe n = 59; Mehrfachnennungen möglich)

    Auswertung-Frage2_KK17
    Ergebnisse der 2. Frage – Kulturwandel und Abteilungsdenken in Silos als größte Herausforderungen
  3. Welche Zukunft sehen Sie für HR und UK in Zeiten von zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lernwelten?
    (Stichprobe n = 58; Mehrfachnennungen möglich)

    Auswertung-Frage3_KK17
    Ergebnisse der 3. Frage mit Tendenz zum größeren Handlungsbedarf im HR-Bereich ggü. UK

Um das Thema Digitalisierung und den damit einhergehenden Wandel deutlich zu machen, wurde auch unser Kongressstand und der Messebereich zum Raum für interaktiven Dialog mit den Teilnehmern/-innen

GIS-Gravity_Standgenutzt. Währenddem wir am Stand per Display-Video auf GIS GRAVITY als technologischen Begleiter der digitalen Transformation hinwiesen und passende Give-Aways verteilten (Bluetooth/Klinken-Lautsprecher und USB-Adapter-Ladekabel für Smartphones) sowie durch intensive Gespräche mit Interessierten den Wandel und die Change-Begleitung adressierten, wurde mit dem Hoverboard und im Raumanzug der Messebereich unsicher gemacht und ein passendes Gewinnspiel durchgeführt, an dem sich viele beteiligten.

Der spannende Kongress selbst war anhand der Vorträge und Sessions, die ich neben der Standbetreuung besuchen konnte, aus meiner Sicht durch zwei Perspektiven entscheidend geprägt, die – bedingt durch aktuelle Entwicklungen in Gesellschaft und Politik – auch innerhalb der Kommunikationsbranche in einem Spannungsfeld kontrovers diskutiert werden. Da gibt es einerseits das eher rückwärtsgewandte Phänomen der Fake News und Filterblasen in Social Media und die allgegenwärtige Herausforderung der ganzen Branche, die “wirkliche Wahrheit” zu erkennen und auch zukünftig noch glaubhaft an ihre Rezipienten vermitteln zu können. Hierzu wurde in einer sehr scharfsinnigen und zugleich kurzweiligen Keynote während der Speakersnight im Friedrichstadtpalast von Prof. Dr. Pörksen (Medienwissenschaftler an der Universität Tübingen) ein wichtiger Lösungsansatz konstruiert. Nach diesem sollen sich die Kommunikatoren der Zukunft vom klassischen Gatekeeper, der Informationen gezielt kanalisiert und aufbereitet, zum “Gatereporter” wandeln, der gleichzeitig immer die Quellen und Recherche-Schritte seiner gewonnenen Erkenntnisse transparent offenlegt, um in einer vermeintlich “postfaktischen” Zeit die Glaubwürdigkeit der Medien zu steigern. Sicherlich ist das ein richtiger Schritt, um der zunehmenden Wahrheits-Leugnung von Kommunikation in unserer Gesellschaft entgegenzutreten, den es lohnt, in der Praxis umzusetzen.

Andererseits gab es noch die klar nach vorne gerichtete Perspektive der Digitalisierung und den damit verbundenen Chancen eines disruptiven Change, der in der analogen Welt beginnt und bereits bis hin zum Einsatz von Machine Learning und künstlicher Intelligenz führt. Zahlreiche Best Cases im Programm (u.a. KfW-Bank, Kion Group, Weleda, Outfittery, Bahlsen) belegten die vielversprechenden Bestrebungen, die es hierzu bereits gibt bzw. die gerade angegangen werden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Kommunikationskongress aus unserer Sicht eine gelungene Veranstaltung war, bei der man durch informative Inhalte und interessante Dialoge spannende Einblicke in den Umbruch einer ganzen Branche gewinnen konnte. Bleibt nur noch, ein herzliches Dankeschön auszusprechen, vor allem an die Veranstalter, den Bundesverband deutscher Presseprecher (BdP) mit seinem pressesprecher-Magazin und dem “Berliner Knowledge-Hub” Quadriga, die uns am Stand professionell betreuten.

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