MOOCathon #cl2025 – Runde 7 | Aareal Bank: L&D als Innovationstreiber für den Digital Workplace

Das Team der Aareal Bank hat sich in dieser Woche detailliert mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit “Learning & Development” (L&D) auf die Veränderungen im Digital Workplace reagieren kann und sollte. Insbesondere nahm das Kollegen-Team um Sven Robin und Sebastian Sellinat dabei Bezug in auf die derzeitigen Hype-Themen Big Data und People Analytics?

Hierzu hat Thomas folgende Notizen aus der Session mitgeschrieben:

  • Gegenstand der Aareal-Bankengruppe: Immobilienfinanzierung und Consulting im B2B-Bereich
  • Big Data und Co. beinflussen aus Sicht der Aareal-Kollegen nicht nur das Arbeiten sondern insbesondere auch das Lernen.
  • Produkt: “Smart World” unterstützt durch aareon (100%-ige Tochter) in digitalen Fragen
  • Offene Frage: Welche Befürchtungen gibt es im Zusammenhang mit People Analystics – zahlreiche Schlagworte aus dem Chat (BR, Überwachung, Individual Learning,…)?
  • Bei Aareal-Bank steckt das Thema noch in den Kinderschuhen – offene Fragen: Was darf ich erheben? Was habe ich schon in den verschiedenen Systemen (SAP etc.)? Wie kann / darf ich Daten der Mitarbeiter mit Daten des Unternehmens verknüpfen? Was kann ich wie aus den Daten ziehen? > Hierbei ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen! > getrieben aus dem HR- und Innovationsbereich
  • Wie definieren wir Arbeiten 4.0 – Antwortversuch: kollaboratives Arbeiten, Zugriff auf einen Pool von Daten, Sharing is Caring >> Bank aber laut Selbsteinschätzung noch weit davon entfernt
  • MaKi bestätigt Steffen (= diese Elemente sind Bestandteil von Arbeiten 4.0)
  • Interessant: letzter reiner Bankkaufmann vor 6 Jahren durch HR geholt, Bank wird zunehmend zum IT-Unternehmen
  • Braucht es neue Kompetenzmodelle? >> agile Kompetenzmodelle werden nötig (J. Robes)
  • Zu Beachten: Big Data ist nicht immer gleich Analytics!

Ablauf der Woche

Montag

Das Team nutzte bereits den Wochenstart, um die #CL2025-Community mit ersten kleinen Aufgaben zu versorgen. Grund sind die nicht zuletzt für viele doch noch neuen Themen Big Data, Algorithmen und KI-Bots…

Daher auch gleich zu Beginn die Aufgabe anhand empfohlener Texte, sich den Begriffen und Konzepten zu nähern. Wir haben uns für den Text aus der NZZ entschieden (s.u. Fundstücke). Darin werden von Natalie Gratwohl drei Szenarien für das Jahr 2050 vorgestellt, die aber allesamt eher düster ausfallen: wenige Menschen mit Arbeit, stehen einer großen Masse an Menschen gegenüber, die entweder von einem Grundeinkommen oder Mini-Jobs leben. Zum Glück formuliert die Autorin selbst: “Wer diese Zeilen in 33 Jahren liest, wird wohl den Kopf schütteln, kommt doch die Zukunft erstens anders, und zweitens als man denkt.”

Dienstag

Dieser Tag stand ganz im Zeichen Twitter-Nutzung 2.0. Im Stile des #EDChatDE wurde ein Twitter-Chat organisiert, um diverse Fragen zu beantworten. Durch einen ganztätigigen Kundentermin konnten wir den Chat leider nicht live verfolgen, haben die Diskussion aber später anhand des Hashtags #cl2025chat nachvollzogen. Hier findet man zusammengefasst ein hilfreiches Storify von Joachim Niemeier: https://storify.com/joachimniemeier/big-date-meets-l-d

Mittwoch

Zur Mitte der Woche stellte sich das Big-Data-Start-Up HRforecast vor, in Person von Christian Vetter. In einer Skype-Livesession hat Thomas folgende Punkte notiert:

  • HR muss sich wandeln zu einem Strategietreiber. Dafür fehlten aber bisher Tools und Methoden zur Vorhersage sowie die Akzeptanz der HR.
  • Startfolie des Vortrags: “Ohne Zahlen ist man auch nur eine weitere Person mit einer Meinung.”
  • Funktionsweise bei Unternehmen ab 300 Mitarbeiter:
  • Charakteristika von Big Data: Volumen (Umfang), Tools zur Auswertung, Komplexität und Arten der Daten
  • “Datenkrake” liefert Daten >> Daten werden nach Algorithmen ausgewertet (z.B. zu Wettbewerbern)
  • Mögliche Fragen: Erhöhe ich über L&D den Innovationsgrad / die Projektauslastung? >> Kombination von HR- und Unternehmens-Strategiedaten
  • Beispiel: Ableitung von Maßnahmen zur aktiven Gestaltung der zukünftigen Personalstruktur

Auch hier wieder die Aufzeichnung zur informativen Livesession vom Colearn-Team:

Donnerstag

Mit dem Aufruf zur Teilnahme an einer SWOT-Analyse zu BIG-Data (Googe Doc) wurde das Finale der Aareal-Woche eingeleitet, deren Auswertung dann zum Gegenstand des Folgetags werden sollte. Hier die Ergebnisse:

Freitag

Notizen aus der Live-Session am Freitag:

  • L&D kann ein Innovationstreiber sein >> Bestätigung: Big Data wird HR nachhaltig beeinflussen – wie genau steht aber auch anhand der Erkenntnisse dieser Woche noch nicht fest.
  • Jeder einzelne im HR-Bereich kann daran mit-formen.
  • Big Data kann hilfreich sein, zukünftige Kompetenzen vorherzusagen und zielgerichtete Bedarfe zu bedienen >> dadurch besonderes Potential für L&D
  • Berechtigte Frage von Simon: Was setzt die Aareal-Bank beim Learning bereits ein?
    AW: Aktivitäten stecken in den Kinderschuhen, erste Versuche mit “SAP Learning Solution”; Tools testen, u.a. HRforecast

Unsere Learnings

WOL-Erkenntnisse

“Sie werden neue Wege gegangen sein” so ein in die Zukunft gerichteter Marketing-Slogan der Aareal-Bank zu Wochenbeginn, der quasi perfekt zu einer der Aufgaben in der 7. WOL-Woche passte. Denn da heißt es, sich einen Brief von seinem zukünftigen Ich schreiben und von diesem erklären zu lassen, was man getan hat, um dieses zukünftige Ich zu erreichen. Ein Stück weit hat das auch was mit dem Erzeugen von Vorfreude zu tuen, auf das Gefühl, was man nach Erreichen der gesetzten Ziele wirklich haben kann. Also Thomas als WOL-Beauftragter im Team wird sich jetzt erstmal einen Brief geschrieben haben… 😉

Ach ja, die tollen Livesessions zum öffentlichen WOL-Circle wurden ja auch wieder fortgesetzt: da mussten wir erstmal durchsteigen, da der öffentliche WOL-Circle die Reihenfolge leicht modifiziert hat. Diese Woche (26.6.) wurde WOL-Woche 4 (Gestaltung des eigenen Profils) durchgearbeitet und in der Woche davor (19.6.) die WOL-Woche 5 (Faktencheck zur eigenen Person). Immerhin zeigt es, dass man die WOL-Wochen auch mal flexibel variieren kann. Was man wirklich erwähnen muss, auch die Konserve ist immer wieder hörens-/sehenswert und das liegt insbesondere an den erläuternden Ausführungen von Harald Schirmer während die anderen mit begleitenden Diskussionen wissbegierig ihren Übungen nachgehen 🙂

MOOC-Erkenntnisse

Die Montags-Session war diesmal anders strukturiert als in den Vor-Wochen. Anstelle detailliert aufzuzeigen, was man selbst alles schon so macht auf einem bestimmten Gebiet, hat das Team der Aareal-Bank den Input-Diskurs gleich zu Beginn in den Vordergrund gerückt. Das hat auch erstaunlich gut funktioniert (sicher auch wegen der Kontroversität des Themas), so dass ausgehend von der Skype-Session ein reger Austausch startete. Das ganze war fast BarCamp-like: “Wir haben da ein Thema, mit dem wir uns gerade beschäftigen. Lasst uns doch mal gemeinsam darüber diskutieren!” Unseres Erachtens gewagt, da man sehr von der Attraktivität des Themas für die Zielgruppe abhängig ist. In der Aareal-Woche ging das aber weitestgehend auf und weitete damit auch den methodischen Blick, wie eine MOOC-Woche auch gestaltet werden kann.

Fazit

Das Team der Aareal-Bank hat sich einem sehr aktuellen Thema gewidmet, welchem große Auswirkungen für die Arbeitswelt der Zukunft vorhergesagt werden. Die Diskussionen zeigten, dass es noch viel Austausch-Bedarf gibt und wir gespannt sein dürfen, welche Konsequenzen Big Data mit Fokus auf People Analytics für das Learning & Development in Unternehmen haben wird.

Highlight für uns war die Live-Session am Mittwoch, in der Christian Vetter die für alle HR-Mitarbeiter (zunächst) beruhigende Antwort auf deren zukünftige Relevanz fand (Frage im Wortlaut: “Wenn die Trainings auch noch automatisch zugeordnet werden, braucht man dann HR/PE überhaupt noch?”): Ja, Trainings müssen von HR definiert und ausgearbeitet werden. Tool schlägt nur Lösungen vor, HR entscheidet! Warten wir mal ab…

Fundstücke über die Woche

Hier zusammengefasst die Leseempfehlungen der Challenges und weitere Fundstücke aus den Kommentaren auf disqus:

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