Social Learning made by students!

– Erfolgreiche Einführungsunterstützung durch den „digitalen Nachwuchs“ –

 

Bereits seit 2008 existiert der Anwendungsbereich Digitale Kommunikation in Organisationen – kurz DigiKo – als berufsorientierendes Seminar im Studiengang Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft (AMW) an der TU Ilmenau in Thüringen. Damals konnte ich zusammen mit meinem ehemaligen Chef Prof. Dr. Paul Klimsa und Ingo Karge von IBM als Kooperationspartner diesen spannenden Praxis-Austausch für Universität und Unternehmen ins Leben rufen. Übergreifend erstellen hier Bachelor- und Masterstudierende verschiedener Fachrichtungen wissenschaftlich fundierte Konzeptionen und Lernmaterialien anhand von Anwendungsfällen für wechselnde Auftraggeber auf dem Weg zum digitalen, kollaborativen Arbeitsplatz. Der Austausch findet dabei über die gemeinsame Hochschul-Verbundumgebung UniConnect des University Competence Centers der Universität Koblenz-Landau statt.

Mittlerweile konnten etwa 20 Organisationen über das Seminar erfolgreich unterstützt werden. Dazu gehörte im vergangenen Jahrgang auch unser Kunde Robinson, für den die Studierenden seit letztem November ein umfangreiches Social Learning-Konzept und Begleit-Maßnahmen zur Etablierung des neuen Collaboration-Portals basierend auf IBM Connections erstellt haben. Hier ein beispielhaftes Erklärvideo, welches für das Einsatzszenario Eventorganisation entwickelt und umgesetzt wurde:

Video-Tutorial Anwendungsfall Robinson – Eventorganisation from DigiKo on Vimeo.

Die Zusammenarbeit funktionierte so gut, dass nun nahtlos die Umsetzung bei Robinson erfolgt. Wir haben deshalb mit zwei Studierenden ein Interview über das laufende Projekt und die Herausforderungen von Social Collaboration geführt.

Hallo Alexandra und Sophie! Könnt Ihr Euch einmal kurz für unsere Blog-LeserInnen vorstellen?

AlexandraIch bin Alexandra, 22 Jahre alt und Sophiekomme aus der Nähe von Weimar in Thüringen.

—-

Ich bin Sophie, 20 Jahre alt und komme ganz aus der Nähe von Hannover.

Wir sind Bachelorstudentinnen der AMW und derzeit im fünften Fachsemester. Im Rahmen des Seminars DigiKo haben wir Robinson als Auftraggeber ein Jahr lang betreut und dürfen nun unser Fachpraktikum hier im Unternehmen absolvieren.

Wie würdet Ihr kurz und knapp das DigiKo-Seminar beschreiben?

Das Seminar gibt einen tiefen Einblick in die Welt des Social Business und des Wissensmanagements in Organisationen. In diesem Zusammenhang bietet es viel Platz für Kreativität und weitgehend selbstständiges Arbeiten in Projektteams, die in engem Austausch mit der Seminarleitung, der IBM und den Auftraggebern echte Anwendungsszenarien bearbeiten. Da es sich hierbei nicht um so genannte „Schubladenprojekte“ handelt, sind die Studierenden umso motivierter ein hohes Maß an Eigeninitiative zu zeigen, was es für alle Teilnehmer spannend macht, die Projektverläufe und deren Ergebnisse zu verfolgen.

Welches Fazit zieht Ihr nach einem Jahr DigiKo?

Rückblickend können wir definitiv sagen, dass uns das Seminar eine neue und spannende Berufsrichtung aufgezeigt hat und wir sehr viel dazugelernt haben. Trotz einiger stressiger Situationen und anspruchsvoller Aufgaben hat uns die Teamarbeit zum Projekt viel Freude bereitet. Wir blicken positiv auf das Seminar zurück und freuen uns, unser erworbenes Wissen nun in der Praxis anwenden zu können.

Was ist für Euch das Spannendste am Robinson-Projekt?

Bisher haben wir alles rund um den Einführungsprozess einer Social Collaboration Software innerhalb des Seminars überwiegend aus theoretischer Perspektive heraus kennengelernt. Deswegen ist es für uns besonders spannend miterleben zu können, ob das von uns speziell für Robinson entwickelte Einführungskonzept auch in der Praxis von den Mitarbeitern angenommen wird und sich bewährt.

Welche besonderen Projekt-Herausforderungen seht Ihr gerade jetzt nach Eurem Einstieg in das Praktikum?

RobinsZuallererst ist es für uns wichtig, dass wir mittels eines Management-Mentorings die Geschäftsführung noch einmal gesondert abholen, um ihnen die Philosophie und Mehrwerte des Social Business zu verdeutlichen und infolgedessen noch mehr Rückenwind für die Einführung der Plattform zu erhalten. Ebenso gestaltet sich die Planung der Trainingstermine eher komplex, weil die Robins geschäftlich viel außerhalb der Hannoverschen Zentrale unterwegs sind.

Foto: Bei einem Projekt-Treffen in der Hannoverschen Zentrale von Robinson; v.l.n.r. Marcel Kirchner (GIS), Alexandra Kunze, Sophie Bendler (beide TU Ilmenau) und Marco Kulczyk (Robinson)

Könnt Ihr Euch vorstellen, später auch beruflich in diesem Bereich tätig zu sein?

Ja! Der Berufszweig des Social Collaboration-Beraters ist für uns interessant, weshalb wir uns schon vorstellen können, später in diesem Beruf tätig zu sein und verschiedene Unternehmen auf ihrem Weg zum digitalen, kollaborativen Arbeitsplatz zu begleiten.

Warum ist es aus Eurer Sicht wichtig, dass sich Unternehmen mit Social Collaboration auseinandersetzen?

Für Unternehmen ist das Wissensmanagement neben seinen Mitarbeitern und deren Weiterbildung ein sehr großer Erfolgsfaktor. Mittels Social Collaboration wird sowohl intern als auch standortübergreifend die Vernetzung der Beschäftigten gestärkt und unterstützt. Auf diese Weise können Mitarbeiter durch einen bedachten Wissensaustausch im Unternehmen untereinander besser voneinander profitieren und gemeinsam an Zielen arbeiten.

Vielen Dank für das Interview, Alexandra und Sophie!

Der neue Jahrgang 2015/16 ist vor 2 Monaten durchgestartet und wieder freuen wir uns, dass sich drei Auftraggeber gefunden haben. Vielleicht gibt es ja schon bald einen neuen interessanten Erfahrungsbericht über die Projekte hier im Blog!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *