Erklär-was? Erklär was! Mit einem Erklärvideo.

Eine zunehmend komplexer werdende Arbeitswelt stellt eine Herausforderung für die Aus- und Weiterbildung in Unternehmen dar, denn sie verlangt nach Verfahren, die dieser Komplexität Rechnung tragen und sie zugleich vermittelbar machen.
Daher greifen Unternehmen immer häufiger auf Erklärvideos zurück, zumal deren Einsatzszenarien kaum Grenzen gesetzt sind: Solche Kurzfilme können alles Mögliche erklären, beginnend mit der Verwendung eines Handwerkzeugs über die Nutzung einer Software bis hin zu komplexen Change-Management-Prozessen. Wen wundert’s, dass besonders Themen rund um den digitalen Arbeitsplatz gern mit Hilfe von Erklärvideos vermittelt werden — die digitale Welt, die ja eine stark visuelle Welt ist, hat hier das ihr gemäße Medium gefunden.

Aber was macht ein gutes Erklärvideo eigentlich aus?

Wenn man bedenkt, dass der Zweck eines solchen Videos darin besteht, komplexe Zusammenhänge auf eine möglichst einfache und anschauliche Weise verständlich zu machen, dann müssen darin alle wichtigen Informationen so „verpackt“ werden, dass sie die Aufmerksamkeit der Zielgruppe erregen.
Und damit das funktioniert, muss man die Zielgruppe kennen – ein Gießkannenprinzip nach dem Motto „was für den einen interessant ist, muss auch alle anderen interessieren“ ist in den seltensten Fällen effektiv. Vielmehr sollte das Video eine Geschichte erzählen, in der sich der Zuschauer persönlich wiederfindet: mit seinem Problem und mit dessen Lösung.

Fassen wir also zusammen: Was ein gutes Erklärvideo braucht, ist eine realitätsnahe, idealerweise auf einem konkreten Anwendungsfall basierende Storyline, die die Zielgruppe – auch emotional – anspricht.

Sobald die Zielgruppe definiert und die Geschichte klar umrissen ist, geht es an die handwerkliche Umsetzung und auch dort gibt es einiges zu beachten.

Um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu halten, sollte ein Erklärvideo eine Dauer von 5 Minuten nicht überschreiten, ideal wären 3-4 Minuten Länge.

Zur Visualisierung der darzustellenden Zusammenhänge bedient sich das Format i.d.R. einfacher, eingängiger Grafiken und Schlüsselsymbole, denen durch die Animation Leben eingehaucht wird.

Image ErklaervideoEntscheidend mit getragen wird der visuelle Teil durch die Präsentation der Audioinhalte. Dabei kommt der Stimme und der Sprache eine wichtige Rolle zu: Wer kennt nicht solche Präsentationen, bei denen nur die lebendige Stimme des Referenten einen bis zum Ende der Folienflut trägt?

Und zuhören ist nicht lesen — wenn man einen Satz wegen seiner Länge oder Komplexität nicht auf Anhieb versteht, ist der Erzählfluss unterbrochen und die gesamtheitliche Wirkung dahin.

Folglich ist eine klare und ansprechende Sprachaufnahme, eine lebendige Stimme, die beim Zuhören keine Monotonie aufkommen lässt, oberstes Gebot.

Die Wahl einer passenden Hintergrundmusik oder einzelner Sound-Effekte rundet das Ganze ab, indem sie nicht nur die zu vermittelnde Stimmung unterstützt, sondern auch einen Wiedererkennungswert schaffen kann.

Die Erfahrungswerte aus Projekten, die ich im Rahmen der Videoproduktion mit betreut habe, zeigen nicht nur eine hohe Akzeptanz des Mediums als solchem, sondern belegen auch, dass diese positive Bewertung unmittelbar auf die Grundhaltung der Anwender zu dem behandelten Thema abfärbt und neue Impulse hervorbringt.
Insofern werden Erklärvideos, die aufgrund ihrer Abstraktion auch nach dem x-ten Software-Update nicht an Aktualität eingebüßt haben, zu einem wertvollen Baustein im Social-Learning-Prozess und können nicht nur bei der Einführung neuer Konzepte und Lösungen unterstützen, sondern dienen in der Folge als fester Bestandteil im Onboarding-Prozess neuer Mitarbeiter.

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