Change it or leave it? Den Kulturwandel greifbar machen!

Businessman Zeichnung GeschaeftskonzeptIn den vergangenen Wochen hatte ich auf mehreren Veranstaltungen die Gelegenheit, das Thema “Social Collaboration” mit seinen verschiedenen Facetten für die Zusammenarbeit und Vernetzung von Mitarbeitern/-innen in Unternehmen näher zu beleuchten. Besonders spürbar waren in diesem Zusammenhang vor allem die vielen Aspekte des Kulturwandels, die oft entscheidende Rolle spielen, damit der Weg zum Social Business gelingen kann. Daher habe ich in diesem Blog-Beitrag einmal versucht, diese Vielfalt in den fünf Bereichen teilen, austauschen, zusammenarbeiten, bereitstellen und Bedenken ausräumen zusammenzufassen.

IMG_1208Los ging es Ende September mit unserem gleichnamigen APDZ-Event in Hamburg, über das Carsten bereits an früherer Stelle gebloggt hat. Hier konnte ich zusammen mit Jens Muschner von BWI Systeme die Thematik Social Learning beim Betrieb von komplexen IT-Systemen genauer vorstellen und wir kamen darüber hinaus mit einigen Unternehmensvertretern ins Gespräch, die gerade den Aufbau von Social Intranets planen oder etablieren. Oft wurde thematisiert, dass es schwierig sei, die Intention zu vermitteln (“nicht noch ein Tool”) und Leben in die Intranets zu bringen, weil vielen nicht klar sei, was sich wirklich verändern muss und was man jetzt ganz konkret anders angehen soll.

img_4016Anfang Oktober folgte dann der Austausch mit HR-Experten/-innen auf dem regionalen Personaler Forum in Hannover, bei dem ich mit meiner Kollegin Sandra Helmer vorstellte, wie wir bei der GIS AG den Veränderungen bei der Nachwuchssuche nach IT-Talenten begegnen und unsere Mitarbeiter im täglichen Business durch Social Collaboration unterstützen. Auch hier kamen die bereits genannten Herausforderungen wieder zur Sprache.

Dies bestärkte mich schließlich, vergangene Woche eine Session zu diesem Thema beim Corporate Learning Camp in Frankfurt anzubieten. Und siehe da, auch hier war der Kulturwandel eines der wichtigen Tages-Themen, welche die Diskussion in den Sessions und auf den Fluren immer wieder anheizten. Über 200 Experten aus dem Learning-Umfeld in Unternehmen trafen hier aufeinander und ich kann es nur weiterempfehlen, ein solches Camp einmal zu besuchen, um sich wertvolle Impulse und Ideen für die Trends in Unternehmen zu holen. Einen kleinen Eindruck, was los war, vermittelt diese Kurzvideo, u.a. mit einem kleinen Statement zum Kulturwandel 😉

Hier nun mein Ansatz, den ich auf dem Camp kurz vorgestellt und anschließend mit den Teilgebern rege diskutiert habe, um den Kulturwandel durch Social Business greifbarer zu machen:

1. Teilen (Wandel der Informationsverteilung)

Geschaeftsmann arbeitet mit Laptop im FreienGrundsätzlich ändert sich mit dem Einsatz von internen Unternehmensnetzwerken der Umgang, wie Wissensbausteine (von kleinen Mitteilungen über Blog- oder Wiki-Beiträge bis hin zu Dokumenten) verteilt werden. Währendem E-Mails an einen festen Verteiler ausgesendet werden (Push-Methode), können Informationen über ein internes soziales Netzwerk zeitlich versetzt und dauerhaft abrufbar an verschiedene Stellen und Personen gestreut werden (Teilen-Prinzip). Deshalb ist es auch sehr wichtig, bei allen Kollegen/-innen ein Bewusstsein des Teilens zu schaffen, damit aus konsumierenden Intranet-Teilnehmern aktive Teilgeber werden!

2. Austauschen (Wandel der Informationsverarbeitung)

Diese Herangehensweise wird im Übergang vom Teilen-Prinzip zur Arbeit in Aktivitätenströmen besonders greifbar. Denn hier geht es grundsätzlich um das Abholen von Informationen aus einem “Wissensfluss”, der durch das Intranet strömt und aus dem jeder sich seine relevanten Informationen herausziehen kann (Push- wird zur Pull-Methode), um mit diesen im Arbeitsalltag weiterzuarbeiten. Dabei entscheidet der/die Mitarbeiter/in selbst, welche Aktivitäten z.B. an Dokumenten oder Tätigkeiten von Personen er sich dauerhauft abonnieren möchte (Folgen-Prinzip), ob er Inhalte für andere in seinem Netzwerk empfehlen will oder welche Personen er gezielt in seinem Inhalt erwähnt, um ihn direkt zur Reaktion an Ort und Stelle zu bewegen. Demonstrieren Sie diesen Wandel im Social Intranet aktiv durch direkten Austausch mit Ihrem Kollegen / Ihrer Kollegin und er wird schnell merken, dass das anders abläuft als im Mail-Eingang!

3. Zusammenarbeiten (Wandel des Informationsaustausch)

Business-Kollegen arbeiten multimedial an einem TischEs werden zentrale Orte, nämlich Communitys, als digitale Arbeitsräume für den Austausch von sämtlichen Informationen in Form von Dokumenten, Dialogen oder Beiträgen genutzt. Diese dienen als Sammel- und Anlaufstelle z.B. für fortlaufende Projekte oder die Unterstützung von Meetings. Die Zusammenarbeit kann dabei asynchron, z.B. in Wikis, Blogs und Foren erfolgen oder auch zunehmend durch gemeinsame synchrone Arbeit an Dokumenten mit Leben gefüllt und gefördert werden. Helfen Sie Ihren Kollegen/-innen beim Aufbau ihrer Community oder der Strukturierung einer Community-Landschaft anhand von konkreten Anwendungsfällen in der täglichen Arbeit!

4. Bereitstellen (Wandel der Informationsverwaltung)

Wissen wird zunehmend losgelöst von Dateien abgelegt. Deshalb ist es wichtig, sich die Frage zu stellen, ob die effiziente Bereitstellung von Informationen durch direkte Ablage, z.B. über einen Blog-Beitrag, erfolgen kann oder weiterhin klassisch, z.B. innerhalb eines Text-/Tabellen-Dokumentes, zum Abruf aufbewahrt werden muss. Sicherlich spielt hierbei auch eine Rolle, dass Informationen zunehmend mobil abrufbar sind oder mit Hilfe von ergänzenden Plugins auch offline abrufbar bleiben sollen. Schaffen Sie bei Ihren Kollegen/-innen das Bewusstsein darüber, wie Informationen geeignet verfügbar gemacht werden sollen!

5. Bedenken ausräumen (Wandel der Informationsvermittlung)

Mit dem Wandel zum Social Business werden immer auch Bedenken geäußert, z.B. darüber, dass Wissen doch geschützt werden muss, dass keine Zeit für noch ein weiteres Tool vorhanden ist und dass privater “Netzwerk-Kram” im Büro nichts zu suchen hat. Begegnen Sie den geäußerten Bedenken ganz gezielt, indem Sie zusammen mit den Kollegen/-innen anhand spezifischer Anwendungsfälle die Möglichkeiten und fachlichen Mehrwerte von internen sozialen Unternehmensnetzwerken aufzeigen! Dies sollte über Trainings und begleitende Maßnahmen geschehen, die direkt in der Collaboration-Lösung stattfinden, um Medienbrüche zu vermeiden und Vorgehensweisen direkt auszuprobieren! Die Social Learning-Methode kann hierfür eine geeignete Vorgehensweise sein. Denn der Arbeitsplatz der Zukunft wird mehr denn je zum digitalen Lernort.

Sicherlich sind mit dieser Aufstellung nicht alle Aspekte vollends aufgegriffen und voneinander abgegrenzt. Gerade die externe Kommunikation mit Kunden und Lieferanten zeigt derzeit noch Grenzen im Austausch über die Nutzung von Collaboration-Lösungen auf. Aber die dargestellte Einordnung ist ein Versuch, etwas mehr Klarheit darüber zu schaffen, was sich eigentlich wirklich wandelt.

2 thoughts on “Change it or leave it? Den Kulturwandel greifbar machen!

  1. So giving everybody the proper to be anywhere in the trading bloc we call the EU might sound like a superb and
    dandy concept, but during times of financial contraction it is the
    poorest that suffer essentially the most: both the uprooted, who’ve to depart
    their households and houses behind, and the host peoples from the more disadvantaged classes who need to accommodate
    the settlers and share their scarce sources.

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